Afrasiab-Museum

Afrasiab-Museum

Afrasiab-Museum

·

Auf dem Hügel von Afrasiab in Samarkand präsentiert dieses Museum die Fresken der Botschafter und 22.000 Objekte aus dem antiken Sogdien.

Auf dem Hügel von Afrasiab, nördlich von Samarkand, beherbergt das Afrasiab-Museum archäologische Objekte aus der antiken Stätte gleichen Namens, der Wiege der Stadt vor ihrer Zerstörung durch Dschingis Khan. Der Hauptsaal birgt die berühmten Fresken der Botschafter, ein seltenes Zeugnis der sogdischen Kunst des 7. Jahrhunderts.

Warum das Afrasiab-Museum besuchen

Das Museum nimmt im usbekischen Reiseweg aus drei Gründen einen besonderen Platz ein:

  • Es dokumentiert 2.500 Jahre Geschichte Samarkands, vom vorislamischen Sogdien bis zur mongolischen Invasion, durch mehr als 22.000 Objekte.
  • Es bewahrt die Fresken der Botschafter, sogdische Wandmalereien des 7. Jahrhunderts, die 1965 entdeckt wurden und in Zentralasien außergewöhnlich sind.
  • Es befindet sich unmittelbar auf der archäologischen Stätte von Afrasiab, was es ermöglicht, den Museumsbesuch mit einer Wanderung über die Freiluftruinen zu verbinden.

Diese Beschreibung eignet sich für Reisende, die sich für die Seidenstraße, Archäologie und vorislamische Zivilisationen Zentralasiens interessieren.

Geschichte von Afrasiab und Gründung des Museums

Afrasiab, Hauptstadt von Sogdien

Afrasiab war die wichtigste Stadt der historischen Region Sogdien auf der Route der Seidenstraße. Im 7. Jahrhundert vor Christus gegründet, wurde es 329 vor Christus von Alexander dem Großen erobert und in Marakanda umbenannt. Die arabische Eroberung erreichte es in der frühen 8. Jahrhundert, bevor Dschingis Khan es während der mongolischen Invasion im 13. Jahrhundert zerstörte. Die Stadt wurde nie wieder aufgebaut: das heutige Samarkand entwickelte sich weiter südlich.

Von Ausgrabungen zu den Fresken der Botschafter

Die ersten archäologischen Expeditionen auf dem Hügel von Afrasiab begannen 1873. Sie legten Paläste, Heiligtümer und Objekte frei, die die Rolle der Stadt als Handelsknotenpunkt und kultureller Schnittpunkt bestätigten. Der Wendepunkt kam 1965: Bei Bauarbeiten an der Straße von Taschkent buddelten Arbeiter bemerkenswerte Wandmalereien aus, die schnell restauriert und Fresken der Botschafter genannt wurden.

Um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren, wurde ein eigenes Museum vom armenischen Architekten Bagdasar Arzumanyan entworfen. Das Gebäude öffnete seine Türen offiziell 1970, anlässlich des 2.500-jährigen Jubiläums von Samarkand.

Was es in den Sammlungen zu sehen gibt

Die Sammlungen sind auf fünf Säle verteilt und decken alle Epochen seit der makedonischen Eroberung ab. Der Rundgang ist um mehrere Ensembles organisiert.

Antiken und Alltagsleben

Die Vitrinen zeigen Keramiken aus Ton und Terrakotta, Schmuck, Waffenfragmente (Klingen, Lanzenschärfen und Pfeile), Werkzeuge, Haushaltsutensilien und eine Sammlung antiker Münzen. Ein Abschnitt ist dem Abwassersystem gewidmet, das von den Einwohnern von Afrasiab benutzt wurde, ein seltenes Zeugnis vorislamischer Stadtplanung.

Die Fresken der Botschafter

Das Glanzstück des Museums, die Fresken stammen aus dem Palast von Samarkand, Sitz der Dynastie Ikhshididen im 7. und 8. Jahrhundert. Ihr fragmentarischer Zustand erfordert Zeit zur Beobachtung; erklärende Inschriften erleichtern das Verständnis.

Sie erzählen die Geschichte von Varkhuman, Herrscher der Unash-Dynastie im 7. Jahrhundert. 655 sandte er eine Botschaft ins chinesische Reich der Tang, um Unterstützung gegen arabische Einfälle zu erbitten. An der Südwand zeigt das am besten erhaltene Fresko eine Prozession mit einem König, einer Prinzessin, einem Kamel und Vögeln für Opfer im Rahmen eines Heiligtums.

Panorama der Zivilisationen

Im ersten Stock bietet eine Ausstellung einen chronologischen Überblick über die 11 Zivilisationen, die Afrasiab bevölkert haben. Es ist eine gute visuelle Zusammenfassung, um jedes besuchte Erdgeschoss-Zimmer zeitlich einzuordnen.

Der Aserbaidschanische Pavillon

Im Dezember 2015 im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und Usbekistan eröffnet, stellt dieser Pavillon Objekte aus der aserbaidschanischen Kultur aus: Kalaghais (traditionelle Kopftücher), Werke über die Handwerkskunst der Teppichweberei und ethnografische Gegenstände.

Praktische Informationen

  • Besuchsdauer: Rechnen Sie mit 1 bis 2 Stunden, je nach Interesse an Archäologie.
  • Eintrittspreise: Eingang zu moderaten Kosten, möglicher Zuschlag für Fotografie.
  • Öffnungszeiten: Täglich außer sonntags geöffnet. Überprüfen Sie die aktuellen Zeiten bei Ihrem Guide oder im Tourismusbüro.
  • Sprachen: Tafeln in Usbekisch, Russisch und Englisch; ein deutschsprachiger Guide wird für die Fresken empfohlen.

Beste Reisezeit

Samarkand lässt sich im Frühling (April-Juni) und Herbst (September-Oktober) komfortabel besuchen, wenn die Temperaturen angenehm sind. Der Sommer ist sehr heiß und der Winter kann streng sein, aber das Museum kann das ganze Jahr über geschützt besucht werden.

Wie man hinkommt

Das Museum befindet sich etwa 15 Gehminuten nördlich des Basars von Samarkand, unmittelbar in der Nähe des Mausoleums von Schah-i-Zinda. Die klassischen Optionen:

  • Zu Fuß vom historischen Zentrum aus, durch den Basar.
  • Mit dem Taxi (Yandex Go funktioniert in Samarkand) für eine kurze und preiswerte Fahrt.
  • Mit der Marshrutka (gemeinsamer Minibus) für eine lokale, wirtschaftliche Option.

Samarkand ist mit Taschkent und Buchara durch Schnellzüge (Afrosiyob) verbunden und verfügt über einen internationalen Flughafen.

Was in der Umgebung zu sehen ist

Da der Hügel von Afrasiab am nördlichen Rand der Stadt liegt, lassen sich mehrere Hauptsehenswürdigkeiten leicht mit dem Museum verbinden:

Häufig gestellte Fragen

?

Häufig gestellte Fragen

Ein aufmerksamer Besuch dauert zwischen 1 und 2 Stunden. Planen Sie mehr Zeit ein, wenn Sie das Museum mit einem Spaziergang über die unmittelbar daneben liegende archäologische Stätte von Afrasiab kombinieren.

Es gibt keinen einheitlichen Pass für Samarkand. Der Eintritt ins Afrasiab-Museum wird einzeln bezahlt und bleibt zu moderaten Preisen.

Fotografie ist normalerweise gegen Gebühr erlaubt, aber Blitzlicht ist verboten, um die Wandmalereien zu schützen. Erkundigen Sie sich am Empfang am Besuchstag.

Die Fresken werden durch erklärende Tafeln begleitet, aber ein deutschsprachiger Guide bietet wertvollen Kontext zur Ikhshididen-Dynastie, zur sogdischen Diplomatie mit den Tang und zur Ikonografie der Szenen.

Ja, das Afrasiab-Museum empfängt Besucher das ganze Jahr über, geschlossen sonntags. Die genauen Öffnungszeiten können je nach Jahreszeit variieren.

Das Afrasiab-Museum in Ihre Reise integrieren

Das Afrasiab-Museum passt natürlich in eine tiefgreifende Entdeckung von Samarkand und der Seidenstraße. Um eine maßgeschneiderte Route einschließlich dieser Sehenswürdigkeit zu erstellen, konsultieren Sie unsere Reisen in Usbekistan, entworfen mit unseren lokalen Experten.

Interesse an diesem Besuch?

Wir können ihn in Ihre persönliche Route aufnehmen.